Heute muss ich mir wieder meinen Rhythmus zurückholen. Ich war krank und habe erneut auf der Couch geschlafen.
Balu kam in dieser Zeit auch weniger raus als sonst – und machte das deutlich: schon um 5 Uhr morgens bellte er, dass er aus der Box möchte.
Nach einer Woche Schlafchaos war klar, dass sich etwas ändern muss.
Ich habe die Wohnung wieder „Allergiker-sauber“ gemacht, während Balu – wie schon die letzten Tage – frei war, ohne feste Boxenzeiten.
Er war brav, ja. Aber heute beim Aufräumen zeigte sich deutlich, dass es Zeit ist, die Struktur zurückzubringen.
Meine Katzen kamen kaum mehr an ihm vorbei, ohne angesprungen zu werden.
Fazit nach einer Woche boxenfreier Tage:
- Impulskontrolle: 0
- Ruhe: 0
- Aufmerksamkeit bei mir: 0
- Gehorsam: 0
- Aufmerksamkeit überall sonst: 100
- Bellen: 100
Und so sitze ich jetzt hier, mit meinem Laptop und einer Tasse Tee, während der Radio versucht, Balus Quieken, Bellen und Tapsen zu übertönen.
Ein energisches „auf den Tisch hauen“ bringt kurz Ruhe – mehr nicht.
Aber ich weiß, warum ich das mache:
Ich möchte später, wenn wir unsere Abendrunde drehen, wieder Verbindung spüren.
Ich möchte, dass er mich wahrnimmt, dass wir gemeinsam gehen – nicht, dass ich nur als Zierde hinten an der Leine hänge.
Struktur über Freiheit – klingt streng, bringt aber die schönste Zeit
Heute wurde mir erst richtig bewusst, wie viel Raum sich Balu schon wieder genommen hatte – still und schleichend, während ich krank war.
Doch genau deshalb fühlt es sich jetzt so gut an, die Balance zurückzuholen.
Struktur ist kein Gegenspieler zur Freiheit. Sie ist das Fundament, auf dem Ruhe, Vertrauen und echte gemeinsame Zeit entstehen.
